Auf dem Birlihof in Melchnau bauen Hans und sein Sohn Beat Hofer insgesamt 8 verschiedene Kräutersorten an – sechs davon für Ricola. Was Vater Hans mit viel Engagement, Sorgfalt und Innovationskraft aufgebaut hat, wird nun von seinem Sohn weitergeführt.

Der Birlihof blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 18. Jahrhundert reicht. Er hat aber auch eine vielversprechende Zukunft, denn mit Beat übernimmt die dritte Hofer-Generation den Birlihof. Der Birlihof beliefert Ricola mit Alpenkräutern und produziert noch Heilkräuter sowie Wildblumensamen. Was den Birlihof besonders macht, ist nicht nur die Vielfalt der Kräuter, welche auf 2,5 Hektar wachsen, sondern auch die Verwendung von Sonnenergie. Rund die Hälfe des Stroms, der unter anderem für die Kräutertrocknungsanlage verwendet wird, stammt von den Solarpanels auf den Dächern des Birlihofs.

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Der Wechsel zum Kräuteranbau

Hans und Beat Hofer haben die Kräutertrocknungsanlage selbst entworfen und in eigener Regie gebaut. Vor mehr als 20 Jahren stellte Hans seinen Bauernbetrieb von Viehzucht und Ackerbau auf Kräuteranbau um. „Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens“, sagt er heute über die Neuausrichtung seiner Produktion. Was für den Wechsel sprach, war nicht nur Hans Hofers Affinität zu den Kräutern, sondern auch der wirtschaftliche Ertrag: „Mit dem Kräuteranbau können wir zuverlässig ohne Nebenerwerb vom Betrieb(sertrag) leben.“

Kräuterbauern und Erfinder

Hans und Beat Hofer kennen sich nicht nur mit Alpen- und Heilkräutern aus, sie sind auch erfindungsreiche Mechaniker und Konstrukteure. Deshalb gibt es auf dem Birlihof auch eine gut ausgestattete mechanische Werkstatt, in der die Hofers sägen, schweissen und schrauben. „Wir sind beide ausgebildete Landmaschinenmechaniker“, erklärt Hans. „So können wir unsere Maschinen genau nach unseren Bedürfnissen bauen.“ Die Kräuter-Erntemaschine, die im Schuppen auf ihren Einsatz wartet, gibt es deshalb nur auf dem Birlihof. Beat lächelt: „Sie ist wirklich einzigartig. Viel Erfahrung und technisches Wissen sind in die Konstruktion dieser Maschine eingeflossen.»

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Zwei Arbeiter bedienen eine Erntemaschine auf einem grünen Feld und ernten Blattgemüse.
Bauernhof Hofer
Farm Hofer

Eine solide Partnerschaft

Innovation und Kräuteranbau – das gehört beim Birlihof zusammen. Auch die Kräutertrocknungsanlage ist ein gutes Beispiel für das zukunftsorientierte Engagement der Hofers. Das Trocknen von Kräutern erfordert viel Energie, aber dank Hans Hofers Einfallsreichtum trägt die Photovoltaik-Anlage wesentlich zur nachhaltigen Energiebilanz des Hofes bei. „Der Bau der Kräutertrocknungsanlage war für uns eine grosse Investition“, erläutert Hans Hofer. „Dank der soliden und fairen Partnerschaft mit Ricola konnten wir sie nach unseren Plänen realisieren.“ Heute wird ein erheblicher Teil der Kräuter aus der Region Melchnau auf den Birlihof getrocknet.

Zwei Hände greifen nach einer grünen Minzpflanze.

Handarbeit wird bleiben

Trotz moderner Technik bleibt der Kräuteranbau Handarbeit. Selbst die Hofers konnten noch keine Maschine entwickeln, die restlos alles Unkraut entfernen kann. Gefragt, ob Roboter eines Tages das Unkrautjäten auf dem Birlihof übernehmen könnten, schüttelt Beat Hofer den Kopf. „Im Flachland in Gemüsekulturen funktionieren die Roboter. Aber sie werden noch nicht für unebenes und steiles Gelände gebaut. Zudem ist der Markt für Kräuterkulturen sehr klein und die Roboter sehr teuer.“ Stattdessen setzten Hans und Beat Hofer auf ihr gut eingespieltes Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Umgebung. „Unsere Kräuter pflegen wir mit Maschinen, von Hand und mit Herz, nicht mit Robotern.“

Eine Hand, die an einem sonnigen Tag mit einer Gartengabel grüne Pflanzen in reichhaltiger, brauner Erde pflegt.

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Bauernhof Hofer
Farm Hofer
Zwei Personen in grünen Hemden sortieren und handhaben fleißig frische Blätter in einem Lagerhaus voller großer Säcke.
Bauernhof Hofer

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