Das Fäilimoos: Eine Familienangelegenheit

Simon und Monika Duppenthaler führen in zweiter Generation den Bauernhof Fäilimoos in Melchnau. Der Kräuteranbau passt perfekt zu ihrem familienorientierten, diversifizierten Landwirtschaftskonzept.
Das Fäilimoos ist umgeben von Obstgärten und Holunderbäumen, weitläufigen Beeten und kleinen Plantagen. Die Familie Duppenthaler lebt nicht nur inmitten der Natur, sondern auch von und mit ihr. „Pflanzen, Jäten und Ernten bestimmen unseren Jahresrhythmus. Wenn es Zeit ist, die Kräuter zu ernten, verbringen wir bisweilen mehr als zwölf Stunden auf den Feldern“, erzählt Simon Duppenthaler.
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Mehr Freiheit und Flexibilität
Simon Duppenthaler hat das Fäilimoos von seinem Vater übernommen – führt den Hof jedoch auf andere Weise. Er setzt auf Diversifizierung und Flexibilität. Der Kräuteranbau ist nur eines seiner Standbeine. Daneben betreibt er Rinder- und Schweinehaltung sowie – in kleinen Mengen – den Anbau von Gemüse. Ausserdem ist er Mitbesitzer eines Gemeinschaftsstalls für hundert Kühe. Auch dieses Modell passt in seine neue Ausrichtung. „Eine Viehwirtschaft als Gemeinschaftsbetrieb zu führen, verschafft uns mehr Freiheit und Flexibilität für den Kräuteranbau. Wir müssen uns nicht mehr jeden Tag um die Kühe kümmern, denn als Miteigentümer teilen wir uns die Arbeit.“
Langfristige Partnerschaft
Simon Duppenthaler produziert Thymian, Minze und Bibernelle exklusiv für Ricola. Der Kräuteranbau zählt zu seinen verlässlichsten Einkommensquellen. Schon Simons Vater hatte mit dem Kräuteranbau begonnen, als es darum ging, die Produktivität seines Hofs zu steigern. Seit rund 20 Jahren gehen alle Kräuterschätze der Duppenthalers nach Laufen. „Kräuter sind arbeitsintensiv, aber sie bringen auch einen attraktiven Ertrag“, erklärt Simon. „Am wichtigsten ist für uns jedoch die langfristig gewachsene und verlässliche Partnerschaft mit Ricola.“
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Die Tradition weiterführen
Das Fäilimoos ist in jeder Hinsicht ein Familienbetrieb. Simon Duppenthaler und seine Frau Monika bilden ein Team, ohne ihre enge Zusammenarbeit würde der Kräuteranbau nicht gedeihen. Simons Eltern helfen ebenfalls tatkräftig mit. Wenn es nötig ist, packen auch die drei Kinder mit an. „Unser Nachwuchs ist mit dem Kräuteranbau gross geworden”, erklärt Monika. Der älteste Sohn steht kurz vor dem Abschluss seiner landwirtschaftlichen Berufslehre und ist bereit, in die Fussstapfen von Vater und Grossvater zu treten. „Das macht uns stolz“, fügt Monika mit einem Lächeln hinzu.

Sorgfältige Handarbeit
Keine chemischen Pestizide oder Fungizide, so die strikte Regel auf dem Hof der Duppenthalers. Das bedeutet auch: Das Jäten erfolgt hauptsächlich von Hand – falls möglich kommen dafür auch Maschinen zum Einsatz. Rund neunzig Prozent der Arbeit auf den Kräuterfeldern ist Handarbeit. Auch das Bewässern erfordert Sorgfalt – und ist ebenfalls Handarbeit. Besonders die Minze gedeiht auf dem Fäilimoos kräftig und breitet sich gerne aus. Mit einer Bodenfräse hält Simon ihre Wurzeln davon ab, in andere Beete vorzudringen. Erst nach vielen Stunden des Jätens beginnt schliesslich die Kräuterernte – meist mit drei Schnitten pro Saison. Um hohe Qualität zu garantieren, werden die Kräuterbestände alle drei bis vier Jahre erneuert.

Geschenke der Natur
Neben seinen Kräutern hat Simon noch weitere Leidenschaften. Als Präsident der Dorfchäsi Melchnau, einer der ältesten noch bestehenden Käsereigenossenschaften der Schweiz, engagiert er sich auch für den traditionellen Emmentaler. Für Simon hält die Feldarbeit viele Belohnungen bereit: „Wir verstehen uns als Teil der Natur – Kräuter anbauen, Gemüse kultivieren, Traditionen bewahren und ein gutes, gesundes Leben fördern. Mit unseren Feldern bieten wir die Grundlage dafür.“
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