Franziska Schärer führt den Festihof, einen jahrhundertealten Familienbetrieb. Wie viele Landwirte in der Region Melchnau setzt sie neben Viehzucht und Ackerbau auch auf den Kräuteranbau – eine ihrer besonderen Stärken. Ihre duftenden Holunderblüten erntet sie exklusiv für Ricola.

„Holunderblüten passen perfekt in meinen jährlichen Arbeitsrhythmus. Kommt hinzu, dass ich diese besondere Pflanze liebe“, schwärmt Franziska Schärer. Seit über zehn Jahren liefert die Landwirtin ihre hochwertigen Holunderblüten nach Laufen, wo sie im Ricola Kräuterzentrum sorgfältig getrocknet und weiterverarbeitet werden. „Ich pflege rund 740 Holunderbäume auf dem Festihof. Das ist natürlich Teamarbeit – besonders während der Erntezeit.“

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Blütezeit fürs Teamwork

Die Holunderblütenernte auf dem Festihof dauert rund fünf Wochen und beginnt je nach Wetterlage in der Regel in den ersten Junitagen. „Dann wird es auf dem Hof richtig hektisch. Zum Glück kann ich mich bei der Ernte auf mein bewährtes Helferinnen- und Helferteam verlassen.“ Bisweilen sind bis zu zwölf Personen unter den blühenden Holunderbäumen tätig. Alle sind mit einem grossen Korb ausgerüstet, um die zarten, gemäss Bioverordnung angebauten Holunderblüten zu ernten.

Qualität im Zentrum

Bei der Holunderblütenernte mitzuhelfen, ist eine bereichernde Tätigkeit, erfordert jedoch große Sorgfalt: Mehr als 75 % jedes Blütenkopfes sollten in voller Blüte stehen. Die Blüte wiederum darf nur mit einem fingernagellangen Stiel gepflückt werden. „Die Blüten sind nicht alle gleichzeitig offen. Deshalb gehen wir fünf Wochen lang jeden zweiten Tag durch unsere zwanzig Reihen Holunderbäume, um ausschliesslich die reifen Blüten zu ernten“, erklärt Franziska. „Man muss sehr genau darauf achten, was man in den Korb legt, denn dies macht die Qualität unseres Ertrags aus.“

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Schaerer
Schaerer
Luftaufnahme des Schaerer-Hofes

Gewachsene Partnerschaft

Franziska ist ausgebildete Agronomin. Sie hat den Festihof von ihren Eltern übernommen und durch Pacht und Zukauf weiterer Anbauflächen vergrössert. Mit Ricola arbeitet sie seit 2013 zusammen. „Ich wollte meine Standbeine erweitern. Gleichzeitig suchte Ricola nach Landwirten, die Holunderblüten anbauten.“ Als Neueinsteigerin hat Franziska von Ricola umsichtige Unterstützung erhalten: „Es gab Ratschläge und auch praktische Hilfe. Es war fast eine Form von Coaching. So ist aus der Zusammenarbeit mit Ricola eine Partnerschaft geworden, auf die ich mich voll und ganz verlassen kann.“

Eine Person mit grüner Kappe und rotgestreiftem Geschirr beugt sich nah an eine blühende Pflanze heran.

Im Einklang mit der Natur

Im Vergleich zu anderen Kräutern stellt die Holunderblüte keine allzu hohen Ansprüche. Sie erfordert jedoch periodische Pflege und sorgfältigen Schutz vor Schädlingen. „Wir mulchen unsere Felder regelmäßig und schneiden die Pflanzen im Winter zurück, um ein kräftiges neues Wachstum zu fördern.“ Das lockt natürlich auch Mäuse und andere Schädlinge wie Blattläuse an. „Um unsere Bäume vor hungrigen Nagern zu schützen, haben wir einen Zaun errichtet, der 30 Zentimeter tief in die Erde reicht und unser ganzes Holunderfeld umschliesst. Das ist eine vollkommen ökologische Methode, um Nager fernzuhalten.“

Eine Person geht durch ein grünes Feld, das von weiß blühenden Büschen gesäumt ist; im Hintergrund erstreckt sich eine malerische Landschaft mit Bauernhäusern.

Zwischen Stall und Schreibtisch

Feld- und Stallarbeit prägen Franziskas Alltag. Doch da sind auch ihre beiden Reitpferde und zahlreiche Verpflichtungen in der Wirtschaft, unter anderem als Verwaltungsrätin der grössten landwirtschaftlichen Genossenschaft der Schweiz. Am meisten aber liebt Franziska den Kontakt zur Natur: „Blühen und Ernten, Pflegen und Wachsen – all das gehört zu meinem Leben, genauso wie der Festihof mit seiner ganzen Geschichte und Tradition.“

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Schaerer
Schaerer
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