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  • Tricks für den perfekten Kräutergarten

    Ob für den Tee oder das Entspannungsbad: Kräuter sind wahre Alleskönner. Und aus eigenem Anbau tun sie Körper und Seele noch wohler. Einen eigenen Kräutergarten anzulegen, ist leichter getan als Sie denken.

    Ursula Richterich, Leiterin des Ricola Kräutergartens in Nenzlingen bei Laufen und Mitglied der Ricola Inhaberfamilie, gibt Ihnen wertvolle Tipps. Viel Platz ist jedenfalls nicht nötig für einen Kräutergarten. Eine Fläche von circa drei Quadratmetern reicht aus, um die wichtigsten Heil- und Küchenkräuter anzupflanzen und bei Bedarf zu ernten.

     
  • Tricks für den perfekten Kräutergarten

    Beliebte Formen sind das Kräuterdreieck oder die Kräuterspirale: Beide sind ideal für die Aufzucht von Kräutern, denn sie erlauben Ihnen, Kräuter auf unterschiedlichen Böden anzubauen – und das auf engstem Raum.

    Formvollendeter Kräuterreichtum


    Ursula Richterich empfiehlt Ihnen den Bau einer Kräuterspirale: Das ist ein dreidimensionaler, ungefähr ein Meter hoher Hügel aus Steinen und Erde. Für den Balkon ist eine Kräuterspirale aus Platzgründen nicht geeignet – dort verwenden Sie besser Setzkästen.

  • Die wichtigsten Fragen

    Wann?

    Legen Sie Ihre Kräuterspirale im Frühjahr oder Herbst an.

    Wo?

    Ideal ist ein Ort, der nicht zu weit von Ihrer Küche entfernt ist und den Sie trockenen Fusses erreichen können. Zudem sollte der Platz sonnig sein.

    Welches Baumaterial?

    Das Untermaterial für die Spirale kann aus Schotter, Kies, aber auch Bauschutt bestehen, das Sie ca. 80 Zentimeter aufhäufen. Für die Mauern der Spirale verwenden Sie am besten Natursteine. Zwischen den Mauern der Spirale sollten Sie ca. 60 cm Raum lassen. Haben Sie die Mauern aufgeschichtet, bedecken Sie den Untergrund mit 20–30 cm Erde.
  • Die wichtigsten Fragen

    Welcher Boden?

    Kräuter haben unterschiedliche Ansprüche an die Bodenbe-
    schaffenheit. Ganz oben empfiehlt sich eine Mischung aus zwei Dritteln Erde und einem Drittel Sand, für die Mitte nur Erde und ganz unten Erde vermischt mit sehr fruchtbarer Komposterde. «Befestigen Sie das Ende der Spirale mit Steinen oder Häckselgut, damit der Regen die Erde nicht davonspült.» rät Frau Richterich. Eine andere Möglichkeit ist, die Spirale mit einem kleinen Teich abzuschliessen.

    Welche Kräuter?

    • Oberer, sehr sonniger und sandiger Teil: mediterrane Kräuter wie Thymian, Salbei oder Rosmarin.
    • Mittlere, etwas schattigere Ebene: anspruchslose Kräuter wie Zitronenmelisse, Oregano, Malve, Kamille oder Kerbel
    • Unten: feuchtigkeitsliebende Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie.
    • In die Mauerzwischenräume können Sie z.B. Kapuzinerkresse setzen.
  • Die wichtigsten Fragen

    Welche Kräuter lieber nicht?

    Ursula Richterich rät davon ab, hoch wachsende Kräuter wie Liebstöckel oder Meerrettich, aber auch kleinere Kräuter wie Pfefferminze und Estragon in der Kräuterspirale anzupflanzen. «Diese Kräuter bilden lange Wurzeln, breiten sich unterirdisch über die ganze Spirale aus und behindern andere Pflanzen beim Wachsen.», erklärt Richterich. Ähnliches gilt für den Wermut: Dessen Wurzelausscheidungen beeinträchtigen das Wachstum anderer Pflanzen in der Umgebung.


    Frau Richterichs Spezialtipp

    Besprühen Sie Ihre Kräuter alle zwei Wochen mit Schachtelhalm-Brühe – so wehren Sie Schädlinge ab und stärken das «Immunsystem» der Kräuter.


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