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Die magischen 13
Schafgarbe könne Könige heilen, Bibernelle schütze vor der Pest und die glitzernden Tautropfen an den Blättern des Frauenmantels hätten magische Kräfte.
Den Heilpflanzen in der Ricola Kräutermischung schreibt man zahlreiche positive Eigenschaften zu – einige darunter stammen sicher aus dem Reich der Mythen. Doch meist verbirgt sich hinter den Geschichten und Legenden ein wahrer Kern.
Ricola bündelt die Kräfte der 13 Heilpflanzen in der wohltuenden Ricola Kräutermischung. Diese ist die Grundlage für alle Ricola Produkte. Lesen Sie, welche Kräuter wir für unsere berühmte Mischung verwenden und welche Wirkstoffe in ihren Blättern, Stängeln, Blüten oder Wurzeln stecken.
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Andorn Marrubium vulgare
Wegen der Blätterform und seiner weissen Blüten verwechselt man den Andorn oft mit der Taubnessel. Doch es lohnt sich, genau hinzuschauen, denn Andorn wirkt vielseitig.
Paracelsus, Kneipp oder Kräuterpfarrer Künzle verehrten Andorn aufgrund seiner heilenden Wirkung bei Milz-, Leber- und Lungenleiden sowie bei Asthma und Bronchitis. Andorn kräftigt und stimuliert den Magen-Darm-Trakt, regt den Appetit und die Gallenabsonderung an und löst Bronchialkatarrh.
Hier gedeiht der Andorn
Andorn ist traditionell in Südeuropa zuhause. Nördlich der Alpen ist er in Gärten und wild auf Ödplätzen, Schutt und felsigem Grund vorzufinden. Wächst in der Schweiz vor allem im Wallis.
Andorn wirkt wegen…
…des ätherischen Öls sowie der Gerb- und Bitterstoffe aus dem getrockneten, blühenden Kraut.
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Kleine Bibernelle Pimpinella saxifraga
Woher der Name Pimpinella und davon abgeleitet Bibernelle stammt, ist nicht ganz klar. Einige Sprachforscher sind der Ansicht, der Name stammt von lateinisch piper für Pfeffer ab, weil die Wurzel einen würzigen und brennenden Geschmack auf der Zunge hinterlässt.
Man sagte dem Kraut nach, ein Bad in ihrem Saft helfe gegen schlecht heilende Wunden und Krampfadern. Und zu Zeiten, in denen die Pest in Europa wütete, hiess es: «Esset Knoblauch und Bibernell, so sterbet ihr nicht so schnell.»
Nachweislich regt die Bibernelle die Schleimabsonderung der Bronchien an: Sie lindert Husten und Infekte der oberen Atemwege. Entzündungen im Mund- und Rachenraum können Sie mit Bibernelle-Tinkturen oder -Aufgüssen behandeln.
Hier gedeiht die Kleine Bibernelle
Sie gedeiht auf Magerwiesen und in lichten Wäldern im Flachland und bis auf 2'000 m.
Die kleine Bibernelle wirkt wegen…
…des ätherisches Öls, des Saponins, dem Gerbstoff und der Cumarinsubstanzen in der getrockneten Wurzel.
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Ehrenpreis Veronica officinalis
Frauenlist, Männertreu oder Veronika. Grindheil, Köhlerkraut oder Hühnerraute. So lange wie die Namensliste für den Ehrenpreis – das «Allerweltsheilmittel» – so lang ist die Liste der Leiden, gegen die es angeblich hilft: von A wie Appetitlosigkeit über N wie Nervenschwäche bis zu W wie Wunden. «Ihm sei Ehr‘ und Preis als vera unica medicina, das einzig wahre Heilmittel.», besagt ein altes Sprichwort. Wie viel davon tatsächlich stimmt, ist nicht bekannt.
Die leicht hustenlösende und harntreibende Wirkung des Ehrenpreis` ist jedoch nachgewiesen.
Hier gedeiht der Ehrenpreis
In ganz Europa in lichten Wäldern und Gebüschen sowie auf Magerwiesen, von der Ebene bis gegen 2000 m wild zu finden.
Ehrenpreis wirkt wegen…
… der Gerb- und Bitterstoffe sowie des Aucubins im getrockneten, blühend geernteten Kraut.
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Eibisch Althaea officinalis
Marshmallows bringen Sie wohl eher mit weissen, schaumigen und unglaublich klebrigen Süssigkeiten als mit Eibisch in Verbindung. Sollten Sie aber. Denn Marsh Mallow heisst auf Deutsch Sumpf-Malve, und Eibisch ist ein Malvengewächs. Tatsächlich wurde Eibisch früher zur Herstellung von Marshmallows verwendet. Und zwar nicht von den Amerikanern, sondern von den Franzosen: Aus geschlagenem Eiweiss, Zucker und den klebrigen Inhaltsstoffen der Eibischwurzel produzierten sie Pâte de guimauve, den Vorläufer der Marshmallows.
In Zeiten von Hungersnöten assen die Menschen die weissen, rübenähnlichen Wurzeln des Eibischs übrigens gekocht und gebraten. Darüber hinaus ist der Eibisch als Heilpflanze bekannt: Althaea officinalis leitet sich von griechisch altho ab und bedeutet heilen. Schleimstoffe aus der Wurzel des Eibischs legen einen Schutzfilm über gereizte Schleimhäute und wirken insbesondere bei Reizhusten lindernd.
Hier gedeiht der Eibisch
Ursprünglich wuchs Eibisch vor allem auf salzhaltigen Böden in Osteuropa, mittlerweile hat er auch in Mitteleuropa Einzug gehalten. Eibisch wird auch als Arzneipflanze in Schweizer Gärten angepflanzt.
Eibisch wirkt wegen…
…des Schleims, des Zuckers und
der Mineralsalze in der Wurzel.
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Frauenmantel Alchemilla vulgaris
Wassertropfen auf Frauenmantelblättern besässen geheime Kräfte, glaubten Alchimisten vergangener Zeiten und sammelten die «magischen Goldperlen» ein, um sie ihren Gebräuen, Tinkturen und Aufgüssen hinzuzufügen. Wie der Name Alchemilla vulgaris vermuten lässt, galt der Frauenmantel deshalb als klassisches Alchimistenkraut.
Frauenmantel sagt man zudem heilende Wirkung bei «Frauenleiden» wie Menstruations- oder Wechseljahrbeschwerden nach. Zudem hilft Frauenmantel bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich.
Hier gedeiht der Frauenmantel
Die anspruchslose Pflanze wächst praktisch überall wild.
Frauenmantel wirkt wegen…
… des hohen Gerb- und Bitterstoffgehalts, der Phytosterine und Flavonoide in den getrockneten Blättern.
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Holunder Sambucus nigra
Hüten Sie sich davor, einen Holunderstrauch grundlos zu fällen oder zu verbrennen. Warum? Nicht, dass Sie die vom Holunder aufgenommenen bösen Kräfte wieder frei setzen. Früher glaubte das Volk nämlich, dass Holunder vor bösen Geistern schütze. Begründungen dafür gibt es viele: Eine christliche Legende erzählt, dass die Gottesmutter Maria auf der Flucht vor Herodes nach Ägypten unter einem Holunder Rast gemacht habe. Eine heidnische Geschichte besagt, dass der Holunderbusch der Sitz der Göttin Holder oder Holla (im Märchen: Frau Holle) sei – der Schutzgöttin der Pflanzen und Tiere. Die Germanen brachten deshalb unter einem Holunderbaum ihre Opfer dar.
Über viele Jahrhunderte hinweg war Holunder – nebst der Kamille – ein Volksheilmittel ersten Ranges. Holunder stärkt die Abwehr und kann beginnende Erkältungen aufhalten. Zudem wirkt er als schweisstreibendes Mittel gegen fiebrige Erkältungskrankheiten.
Hier gedeiht der Holunder
Der Holunderstrauch ist in ganz Europa von der Ebene bis gegen 1500 m anzutreffen. Er liebt feuchte und schattige Stellen.
Holunder wirkt wegen…
… des ätherisches Öls, des Schleims und der Flavonoidglykoside in den Blüten.
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Malve Malva sylvestris
Schon vor 5000 Jahren bereiteten die Chinesen aus Malven rötlichen, wohlschmeckenden Tee zu. Ob sie geahnt haben, dass der tägliche Genuss von Malventee Arterienverkalkung und somit Herzinfarkten vorbeugen kann?
Ursprünglich stammt das Wort Malve von griechisch malakos, gleich «weich» und «beruhigend» ab. Der Wortursprung bezieht sich auf die reizmildernden, schützenden Eigenschaften der Pflanze. Die Römer nannten die Malve Omnimorbium, das Mittel gegen alle Krankheiten. Während des Mittelalters war sie ein geschätztes Heilkraut.
Malve wirkt entzündungshemmend und beruhigend bei Erkältungen und Atemwegserkrankungen. Zudem lindert sie Magen- und Darmerkrankungen und desinfiziert bei Entzündungen im Mund.
Hier gedeiht die Malve
Die Malve ist sehr anspruchslos und gedeiht in ganz Europa an sonnigen Hängen bis 1500 m.
Malve wirkt wegen…
… ihrer schleimhaltigen Stoffe, Glycoside und dem Gerbstoff in den Blättern und Blüten.
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Pfefferminze Mentha piperita
Ein verliebter Unterweltgott, dessen Gattin und ein in Stücke gerissenes Mädchen sind laut griechischer Sage an der Entstehung der Minze beteiligt. Minthe war die Tochter des Flussgottes Kokytos. Hades, der Gott der Unterwelt, verliebte sich in sie. Darüber war seine Frau, die Göttin Persephone, so zornig, dass sie Minthe in Stücke riss. Hades nahm die Teile des Mädchens und verstreute sie auf einem Berg: Aus ihnen wuchsen anschliessend Minzen hervor.
Die Pfefferminze, wie wir sie heute verwenden, entstand um ca. 1700 aus der Kreuzung von Wildformen und ist ein sehr vielfältig einsetzbares Heilkraut. Aufgrund ihres hohen Mentholgehalts kühlt, desinfiziert und beruhigt sie bei Erkältungen, Schnupfen, Katarrh und Heiserkeit, aber auch bei äusserlicher Anwendung. Ausserdem kann sie Krämpfe im Magen-Darm-Kanal lösen. Wegen ihres guten Geschmacks bzw. Geruchs dient die Pfefferminze auch zu Genusszwecken und wird zur Herstellung von Kosmetik und Parfums eingesetzt.
Hier gedeiht die Pfefferminze
Da sie eine Kreuzung aus wilden Minzen ist, kommt die Pfefferminze nicht in der freien Natur vor. Ihr Anbau erfolgt ausschliesslich durch Pflanzung.
Pfefferminze wirkt wegen…
…des ätherischen Öls mit Menthol, der Gerb- und Bitterstoffe, der Polyphenole, Flavonoide etc.
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Salbei Salvia officinalis
Das Wort Salbei stammt von lateinisch salvia (salvare gleich heilen) ab. Das Vertrauen in die Wirkung des Salbeis war so gross, dass sich während der Pestepidemie in Toulouse im Jahr 1630 Diebe mit in Essig eingelegten Salbei und anderen Kräutern einrieben, und ohne Angst vor Ansteckung die Leichen bestahlen. Als sie gefasst wurden, versprach man, ihnen ihr Leben zu schenken, wenn sie ihr Geheimnis verrieten.
Salbei war bereits im Altertum in Südeuropa bekannt, Mönche brachten die Pflanze im Mittelalter über die Alpen. Salbei wirkt bei Katarrh der oberen Luftwege und gegen Schwitzen in der Nacht. Dank seiner bakterien- und entzündungshemmenden Wirkung wird Salbei oft als Spül- und Gurgelmittel bei Entzündungen in der Mund- und Rachenhöhle verwendet.
Hier gedeiht der Salbei
Salbei wächst in Südeuropa an sonnigen Berghängen, vorzugsweise auf kalkhaltigen Böden.
Salbei wirkt wegen…
… der ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe, der Flavonoide sowie der Rosmarinsäure.
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Schafgarbe Achillea millefolium
Die Schafgarbe ist das Kraut der starken Männer – ihr Gattungsname Achillea geht auf niemand geringeren als den griechischen Helden Achilles zurück. Dessen Lehrer, der Pferdemensch Cheiron, brachte ihm bei, wie man mithilfe von Schafgarbe Wunden verarztet. Auch im römischen Reich und sogar noch im Zweiten Weltkrieg behandelte man Wunden mit Schafgarbe, dem «Soldatenkraut».
Den Beinamen millefolium, lateinisch für «tausend Blätter», hat die Schafgarbe wegen ihrer gefiederten Blätter. Schafgarbe hat neben der wundheilenden auch entzündungshemmende und krampflösende Wirkung und wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Sie fördert zudem die Durchblutung, stärkt den Kreislauf und hilft bei venösen Beschwerden wie Krampfadern oder geschwollenen Füssen.
Hier gedeiht die Schafgarbe
Das anspruchslose Kraut wächst auf trockenen Wiesen und sonnigen Wegrändern von der Ebene bis auf ca. 2700 m.
Schafgarbe wirkt wegen…
…der antibiotischen Substanzen im blühend geernteten Kraut.
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Schlüsselblume Primula veris
Die Freude über die «erste» Blume (lat. prima) des Frühlings (lat. ver) ist seit jeher so gross, dass sogar Dichter und Komponisten der Schlüsselblume ein Denkmal setzten. So dichtete der österreichische Poet Nikolaus Lenau (1802–1850) über die Schlüsselblume «Liebliche Blume, bist du so früh schon wiedergekommen? Sei mir gegrüsst!». Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1854) komponierte dazu ein Lied.
Doch nicht nur die Romantiker des 19. Jahrhunderts verehrten die Schlüsselblume. In der nordischen Mythologie galt die Schlüsselblume als Pflanze, die von Elfen und Nixen geliebt und beschützt wird.
Die Triterpensaponine in der Schlüsselblume regen eine verstärkte Schleimproduktion an. Das Sekret wird dadurch dünner, der Schleim löst sich, der Hustenreiz wird gestillt.
Hier gedeiht die Schlüsselblume
Die Schlüsselblume kommt vorwiegend auf trockenen Wiesen, an Rainen und an Flüssen von der Ebene bis auf über 2000 m vor.
Schlüsselblume wirkt wegen…
…des in ihr enthaltenen Saponins, der ätherischen Öle, Glycoside und Flavone aus der getrockneten Blüte sowie des Triterpensaponins und anderen Stoffen aus der Wurzel.
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Spitzwegerich Plantago lanceolata
Er ist der «König» der Wegesränder – der Spitzwegerich. Das Wort Wegerich leitet sich von althochdeutsch wega für Weg und rih für König ab. Bei kleinen Verletzungen, Insektenstichen oder gegen Brennnesseln ist der Spitzwegerich die perfekte Medizin: Einfach ein Blatt zerreiben oder zerkauen und auf die Wunde legen. Die Blutung wird gestoppt, die Wunde desinfiziert und die Heilung beschleunigt.
Bereits im klassischen Altertum verwendeten die Menschen Spitzwegerich als Heilkraut, und auch im Mittelalter schätzte man seinen medizinischen Wert. Spitzwegerich wirkt hustenstillend und schleimlösend, vor allem bei zähem Bronchialkatarrh und bei Entzündungen des Hals- und Rachenraums. Auch Reizungen in Verbindung mit Katarrh der oberen Luftwege lindert der Spitzwegerich.
Hier gedeiht der Spitzwegerich
Der Spitzwegerich wächst in Mitteleuropa auf trockenen Wiesen und an Wegesrändern von der Ebene bis auf über 2000 m.
Spitzwegerich wirkt wegen…
… des in ihm enthaltenes Schleims, der aucubinartigen Stoffe und Glycoside.
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Thymian Thymus vulgaris
Kräftig und unternehmungslustig sollte man sich fühlen, nachdem man Thymian zu sich genommen hat – zumindest wenn man der Übersetzung aus dem Griechischen Glauben schenken kann. thymos bedeutet nämlich Mut, Lebenskraft. Probieren Sie es aus: Vielleicht verhilft Ihnen Thymiantee oder ein mit Thymian gewürztes Gericht zu neuen Kräften?
Thymian ist eine kraftvolle Heilpflanze, die schon im frühen Altertum von den Griechen, Ägyptern und Etruskern geschätzt und dank ihrer vielseitigen Wirkung kultiviert wurde. Mönche brachten das Kraut im Mittelalter über die Alpen. Er wirkt stark entzündungshemmend, desinfizierend, aber auch lösend und beruhigend bei krampfartigem Husten. Zudem sagt man Thymian eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem und krampflösende Fähigkeiten bei Menstruationsbeschwerden nach.
Hier gedeiht der Thymian
Der Thymian bevorzugt trockenes, mediterranes Klima. In der Schweiz wächst er bevorzugt an Südhängen im Wallis.
Der Thymian wirkt wegen…
… des ätherisches Öls mit Thymol, der Bitterstoffe sowie einer geringen Anzahl Gerbstoffe im blühenden Zweiglein.