Schlüsselblume

Wohltat für Körper und Seele

Die Schlüsselblume ist eine wahre Frühlingsbotin und weckt mit ihren goldgelben Blüten nach dem Winter die Lebensgeister. Doch nicht nur ihr Aussehen ist erfrischend fröhlich, auch ihre Wirkstoffe vertreiben die Überbleibsel des Winters aus unserem Körper und stärken unsere Abwehrkräfte.

Wieso Schlüssel?

Den Namen verdankt die Schlüsselblume ihrem Aussehen, das an einen alten Hohlschlüssel erinnert. Dank ihrer vielseitigen Wirkstoffe ist sie aber auch metaphorisch gesehen ein Schlüssel zu Vitalität, Freude und Stärke.

Steckbrief

Pflanzenfamilie: Primulaceae (Primelgewächse)
Nächste Verwandte: Waldschlüsselblume (Primula elatior)
Höhe: 10 bis 25 cm
Blütezeit: April bis Mai
Aussehen: Blüte mit dottergelber Krone, 5 orangerötliche Flecken auf der Innenseite
Ernte: Wurzel: Frühling (vor Stängelbildung) oder Herbst (nach Verwelkung des Stängels)
Blüten: April bis Mai
Verwendung: als Heilpflanze in der Form von Tee (sowohl Blüten, Blätter als auch Wurzel), als Extrakt in Kapseln, Bonbons, Säften und Tropfen sowie als Zierpflanze

Hilft dem Körper

Als allgemeines Erwärmungsmittel hilft die Schlüsselblume, die Nachwirkungen der Winterkälte zu kurieren. Sei es eine hartnäckige Erkältung oder Gliederschmerzen durch Unterkühlung, die Schlüsselblume wirkt schleimlösend, auswurffördernd, wärmend und lässt Kopf und Brust wieder richtig durchatmen. Zudem wird sie zur Behandlung von Gicht, Rheuma, Herzschwäche und Schwindel eingesetzt. Nicht zu verachten ist auch ihre entgiftende Wirkung: Sie wirkt harn- und schweisstreibend und eignet sich daher gut für Entschlackungskuren

Impressionen

Hilft der Seele

Auch innerlich wirkt die Schlüsselblume wärmend, belebend und inspirierend. So ist sie ein ideales Mittel gegen Antriebslosigkeit, Frühjahrsmüdigkeit und Melancholie.

Hilft Pflanzen und Tieren

Als Frühlingsblume spielt die Schlüsselblume im Volksglauben eine nicht unbedeutende Rolle. So glaubte man in Mittelfranken, dass die Gerste hoch wird, wenn die Schlüsselblumen lange Stiele haben, bleiben die Stiele dagegen kurz, so wird auch niedrige Gerste geerntet. Krankes Vieh soll man mit einem Pulver aus Schlüsselblumen behandeln, die am St. Walpurgistage gepflückt worden sind.

Braucht selbst Hilfe

In der Schweiz werden gezüchtete Schlüsselblumen nur kleinflächig angebaut. Die wildwachsenden Pflanzen zählen in der Schweiz zu den gefährdeten Arten, sie dürfen also nicht gesammelt werden.