Copyright © Tobias Madörin

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Herzog & de Meuron

Jacques Herzog und Pierre de Meuron studierten 1970 bis 1975 Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich bei Aldo Rossi und Dolf Schnebli. Sie schlossen ihr Studium 1975 ab und gründeten 1978 ihr gemeinsames Büro, welches 1997 zur Herzog & de Meuron Architekten AG wurde.

Innovationsfreude gepaart mit dem aufmerksamen Blick


Herzog & de Meuron wird heute von den beiden Gründungspartnern gemeinsam mit den Senior Partnern Christine Binswanger, Ascan Mergenthaler und Stefan Marbach geführt. Ein Team von 350 Mitarbeitern aus über 30 Nationen arbeitet an Projekten in Europa, Nord- und Südamerika und Asien.

Herzog & de Meuron sind bekannt für Entwürfe, die gleichzeitig innovativ und sehr sensibel gegenüber dem Ort, der Geografie und der Kultur der Region sind, für welche ein Gebäude geplant ist. Für ihr Gesamtwerk haben sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem 1987 den Kunstpreis Kategorie Akademie der Künste Berlin, 2001 den «Pritzker Architecture Prize» und 2007 den «Praemium Imperiale».

Erste internationale Aufmerksamkeit erhielten Herzog & de Meuron mit dem Blauen Haus in Oberwil, Schweiz (1980), dem Steinhaus in Tavole, Italien (1988) und dem Lagerhaus Ricola in Laufen, Schweiz (1987). In den Neunzigerjahren folgten zwei weitere Gebäude für Ricola, das Ricola-Europe SA, Vertriebs- und Lagergebäude in Mulhouse-Brunstatt, Frankreich (1993) und das Ricola Marketing Gebäude in Laufen, Schweiz (1999).
Der internationale Durchbruch gelang dem Büro mit der Dominus Winery in Napa Valley, USA (1998). Zu den bekanntesten Projekten zählen Prada Aoyama Epicenter in Tokio (2003); die Allianz Arena in München (2005); das de Young Museum in San Francisco, USA (2005); das CaixaForum Madrid (2008); das als «Bird’s Nest» bekannte Nationalstadion in Peking, Austragungsort der Olympischen Spiele 2008 in China; und das 2010 eröffnete VitraHaus in Weil am Rhein. Das wohl bedeutendste Museumsprojekt von Herzog & de Meuron ist die Umgestaltung der Bankside Powerstation zur Tate Modern in London (2000). Das Büro arbeitet an der Weiterentwicklung von Tate Modern und deren Umgebung (geplante Fertigstellung 2013). Ein weiteres Projekt ist die Elbphilharmonie Hamburg, deren Fertigstellung für 2012 geplant ist.

Jacques Herzog und Pierre de Meuron unterrichten beide an der Harvard University, USA (seit 1994), und am ETH Studio Basel (seit 1999). Sie sind Mitbegründer des ETH Studio Basel – Institut Stadt der Gegenwart (2002). Werke von Herzog & de Meuron wurden in zahlreichen Publikationen und Ausstellungen präsentiert.